Verdauung - Ausscheidung - Schlaf

Liebe Freundinnen und Freunde der Anpimomai®,


Nachruf auf Klaus Radloff

Bevor ich mit dem fachlichen Bereich beginne, möchte ich einige Zeilen zum Nachruf meines am 25. März verstorbenen APM Lehrers Klaus Radloff schreiben. 74 Jahre lebte er auf der Erde.

Einige von Euch kannten ihn ja auch. Er verstarb an seinem letzten Wohnort im Beisein seiner Familie auf einer karibischen Insel. Er war jahrelang mein Mentor im beruflichen Bereich. Von ihm habe ich das Grundgerüst für die Anpimomai erlernen dürfen. Seine Art und Weise, so gut wie alles in Frage zu stellen bevor er selber nicht die Erfahrung gemacht hatte, hilft mir heute noch immer. Somit ist die eigene Erforschung und Weiterentwicklung beständig einer seiner Schwerpunkte gewesen. Als er mit der energetischen Arbeit begann, wehte ein noch stärkender Gegenwind wie heutzutage. Er ist schon ein Pionier auf diesem Gebiet gewesen und hat sehr vielen Menschen auf ihrem Lebensweg weitergeholfen. Oder er konnte sie von jahrelangen Beschwerden befreien. Ob ihn das erfüllte und befriedete weiß ich nicht. Doch was ich weiß ist, dass er sich stets bemühte sein Bestes zu geben. Das war und ist für mich vorbildlich. Wir haben zwei große private Reisen nach China und nach Italien unternommen, auch auf den Reisen war er stets bemüht den anderen seine Hilfe anzubieten. Seine offizielle Todesursache spielt genau genommen keine Rolle, da wir eh alle einen Grund brauchen um zu sterben. In weiser Voraussicht des Lebens, hat er mich nicht, wie versprochen, zum Nachfolger für "seine" Therapie ernannt. Es tat am Anfang sehr weh, ich fühlte mich vom Leben nicht angenommen und betrogen. Irgendwann, war diese Phase auch beendet und ich durfte die Freiheit des eigenen Weges genießen. Eines Nachts hatte ich einen Traum, in dem wir aufeinander zugingen und uns eng und liebevoll umarmten. Seit dem war der Frieden und die Liebe zueinander erneut besiegelt. Klaus ich freue mich, dich bald in der Astralwelt wieder zu treffen. Also bis dann Klaus. Vielen Dank für dein Dasein. Dein dankbarer Schüler und Freund, Wolfgang.


Einführung

Diesmal nehme ich mir drei Grundzüge der chinesischen Medizin vor. Ich hoffe, dass es sowohl für einen erfahrenen als auch einem am Anfang seiner beruflichen Laufbahn stehenden Anpimomai® - Behandler gleichwohl aufschlussreich ist?

Es gibt drei Aspekte in der chinesischen Medizin, die bei der Behandlung in den Mittelpunkt gestellt werden. Das ist einmal die Verdauung, die Ausscheidung und die Entspannung des Geistes, auch als Schlaf bezeichnet.

Diese Begriffe mögen so selbstverständliche Vorgänge beschreiben, da erscheint es auf den ersten Blick doch nichts Besonderes zu sein. Und wieso ist es für den Anpimomai® - Therapeuten so unerlässlich, diese Faktoren in den Fokus der Befundung und der Behandlung zu integrieren? Natürlich werde ich in der Drachenpost nur an grundsätzliche Zusammenhänge erinnern können. In unserem Aufgabengebiet geht es vor allem um chronifizierte, länger bestehende Zustände, die in den überwiegenden Fällen sehr genau diagnostiziert wurden, es jedoch zu keinem befriedigenden Ergebnis gekommen ist. Akute und eventuell mit Fieber begleitende Baucherkrankungen gehören, sofern ihr es nicht klar erkennen könnt, in die Hand eines ärztlichen Spezialisten. Die gestörte Verdauung und Ausscheidung zieht eben muskuläre Spannungen und in diesem Zusammenhang Wirbelsäulen-, Kreuz-, und Gelenksschmerzen nach sich. Somit suchen die Patienten in vielen Fällen den Kontakt zu einer Physio- oder Massagepraxis. (Heilpraktiker- oder Anpimomai® Praxis). Bei dieser Thematik bietet sich die Anpimomai® - Meisterkräutertherapie zur umfassenden Ergänzung, zum verlängerten Arm des Behandlers in höchstem Maße an.

Verdauung

»Es ist leichter, die Verdauung eines anderen zu fördern, als die Beförderung eines anderen zu verdauen«!
»Die erste Verdauung findet im Munde statt«.
~ Bewährte Gesundheitsregel ~

Die Ernährung spielt natürlich eine entscheidende Rolle für die Verdauung. Doch es langweilt mich, über Ernährung zu schreiben. Darüber gibt es genügend Informationen; in jeder Zeitschrift immer wieder die neusten Diäten und Ernährungsideen. Und wir wissen ja, »Nichts schafft so viel Hoffnung wie die ersten Tage einer neuen Diät«. Doch woran ich erinnern möchte ist die Dankbarkeit, dass wir überhaupt etwas zu Essen haben. »Nicht das Brot ist schlecht, es ist schlecht, kein Brot zu haben«. Ein kurzes Innehalten vor der Einnahme des Essens und sich bedanken. Das schützt vor Unbewusstheit und Gier. Ich mache es auf eine Art und Weise, dass es keiner in meiner Umgebung mitbekommt, dass ich mich bedanke. Dann erspare ich mir Diskussionen um das »Für und Wider«. Meine Gedanken sind die eines indischen Brahmengebetes. »Wer in jeglichem Tun das Höchste sieht, findet das Höchste«. Der andere Punkt wäre die bewusste Aufnahme des Essens. Es sollte nicht unterschätzt werden was es ausmacht, achtsam, geruhsam und mit zufriedenem Genuss zu essen. Da brauchen wir gleich weniger und sind vom Essen erfüllter.

Jeder isst auf seine Art. Mit Fleisch, fast nur Fleisch, vegetarisch, Teilzeit-vegetarisch, Vegan und die unendlichen vielen Diäten, die so empfohlen werden.

Gesundheitsfragen an einen japanischen Arzt: «Merken sie sich: Leben ist nicht Reise ins Grab - wo sie beabsichtigen, in guter Form mit attraktivem und gesundem Körper einzutreffen. Rutschen Sie lieber ins Grab: in der einen Hand eine Flasche Chardonnay, in der anderen eine Pralinenschachtel, mit völlig verbrauchtem Körper, restlos ausgebrannt und freudig ausrufend: Wow! Was für ein toller Trip«.

~ Osho Times, Ausgabe Mai 2014 ~

In Ordnung gehen wir davon aus, wir haben etwas Nahrhaftes sinnvoll gegessen. Jetzt sollte der Nahrungsbrei in den Verdauungsbereich gelangen. Doch da gibt es bei einigen schon die erste Hürde. Das Gegessene findet seinen Weg zwar in den vorderen Bereich des Verdauungstraktes, wird aber dort nicht oder nur teilweise umgewandelt.

Wieso?

»Schlechte Verdauung kommt weniger von der Nahrung selbst, als von der Stimmung, in der wir unsere Nahrung zu uns nehmen pflegen«.

~ Prentice Mulford ~

Diese Patienten haben meist unterhalb des Zwerchfells, im oberen Bauchbereich (Epigastrium) eine permanente Anspannung. Diese Anspannung behindert das vollständige Annehmen der Nahrung. Wie wir aus der Elementenlehre wissen, kontrolliert das Holz (Leber/Gallenblase) die Erde (Verdauungsbereich). In der chinesischen Medizin gilt ein Merksatz, dass geschätzte achtzig Prozent der Verdauungsstörungen aus dem Holz erzeugt werden. Die zu hohe Anspannung lässt zu wenig Blut, zu wenig Verdauungssäfte fließen und es kommt zu Verdauungsstörungen. Dieser Zusammenhang bezieht sich grundsätzlich auf den gesamten Verdauungsapparat. Zurück zum oberen Epigastrum. Die Symptomatik dieser Patienten drückt sich darin aus, dass es ihnen nicht wirklich gut, aber auch nicht wirklich schlecht geht. Es geht halt so. Ein Druckgefühl, mit dem sie schon irgendwie leben können. Jeder von uns kennt das extreme Druckgefühl vor einer alles entscheidenden Prüfung, eben einer Situation, in der wir zu bestehen haben. Dann kommt es zu einer Anspannung in der es schwerfällt, etwas zu essen.

Was wäre zu tun?

Auch wenn das Geschehen im Verdauungsbereich lokalisiert ist, haben wir vor allem die Leber und Gallenblase zu entspannen. So, dass der geschmeidige Fluss des Blutes und der Verdauungssäfte wieder hergestellt ist. Leber und Gallenblasenmeridian in den Fokus stellen und den Magenmeridian. Die Symptomatik beinhaltet weiterhin bei diesem Zustand noch eine ständige leichte Übelkeit, Stirnkopfschmerzen und es kann weiterhin zu Sodbrennen führen. Durch die Anspannung wird die Energie des Magenmeridians beim Anstieg behindert, so dass es zu aufsteigender - auch gegenläufiger Magenenergie kommt. Es bildet sich meistens eine Leere unterhalb des Staus.

Alarm- und Zustimmungspunkte von Leber, Gallenblasen, Herz, Magen und Milzpankreas in den Fokus setzen.

Mariendistel (Meisterin des Blutflusses) und Erdrauch (Meister der Weitsicht) zum Lösen der Anspannung und Engelwurz (Meisterin des Annehmens) zum Lösen der Magenenergie in diesem Bereich. Die Schärfe der Engelwurz öffnet den oberen Bauch Bereich. Die Auswirkungen auf die Muskulatur kann in diesem segmentalen Bereich Schmerzen in der Brustwirbelsäule erzeugen. Diese Schmerzen können bis zum fünften Brustwirbel ausstrahlen und auch einen Herzdruck erzeugen. Also eine Symptomatik, die auch als Morbus Römheld bekannt ist.

Das emotionale Grundgefühl bei dieser Symptomatik.

An diesem Ort, dem oberen Bauchbereich, dem Epigastrium, zeigt sich bei einer physiologischen Beeinträchtigung das emotionale und mentale Unvermögen, die Lebenssituationen anzunehmen. Die Welt ist so wie sie ist, und nicht, wie wir sie gerne hätten. Die Menschen leiden häufig weil sie die Welt nicht so akzeptieren wollen. Annehmen heißt ja nicht, dass wir uns alles gefallen lassen müssen, dass wir zu allem "Ja und Amen" zu sagen haben. Doch wollen wir eine Münze besitzen, so sind beide Seiten der Münze anzunehmen. Yin und Yang bilden eine unzertrennbare Einheit. Wer an dieser Stelle Schwierigkeiten hat, neigt auch dazu, schlecht über andere zu reden. So wie sie sich selber nicht wirklich annehmen können, gelingt es ihnen zumeist bei anderen Menschen gleichermaßen nicht. Sie reden hinter ihrem »Rücken« schlecht über sie. Belegen wir dieses Verhalten mit einer Begrifflichkeit aus den Kellerkindern: "Das Lästermaul". Das auflösende Moment ist die Menschenkenntnis.

Quintessenz: Annehmen und sich entspannen.

Der mittlere und untere Bauchbereich.

Wir haben nun die Nahrung angenommen und jetzt beginnt der Vorgang des Verschmelzens mit der Nahrung. Wir verbinden die aufgeschlossenen Nahrungsteile mit unserem physischen Organismus. Sie werden ein Teil von uns. Dazu benötigen wir viel Feuer. Das Verdauungsfeuer.

Bei Verdauungsstörungen können sich die Schmerzen bis zur unteren Brustwirbelsäule ausbreiten und der gesamten Lendenwirbelsäule. MingMen (Tor des Lebens), der zwischen dem zweiten und dritten Lendenwirbel platziert ist, steht in einem direkten Zusammenhang mit der Energieöffnung (Entfaltung des Lebens), die sich direkt am Nabel zeigt. Dem Nabel sollte gesondert Aufmerksamkeit geschenkt werden und bei Bedarf sanft, weich gearbeitet werden. Bitte bedenkt, dass es die erste physiologische Narbe ist, die uns zugefügt wird. Auch in diesem Bereich, des Abdomens, ist die Leber und Gallenblase zu beachten. In diesem Abschnitt wird transformiert, umgewandelt, das Reine vom Unreinen getrennt. Dies geschieht mit den Vorgängen der Verbrennung. Wir benötigen für die Umwandlung ein genügend starkes Feuer.

Drei Hauptaspekte möchte ich aufführen.

Der Mensch fühlt sich nicht erfüllt, nicht befriedigt. Er beginnt zu viel zu essen. Er überisst sich. Es kommt zu viel Nahrungsbrei in den Körper, der nicht ausreichend umgebaut werden kann.

Wie heißt es so nett: »Lieber einen dicken Bauch als gar nichts Hervorragendes«

Es besteht durch eine zu scharfe Ernährung eine zu große Hitze, die zu einem zu hohem Verdauungsfeuer führt. Magenschleimhautentzündungen, Sodbrennen und ein stinkender Stuhlgang sind die Folge.

Infolge einer zu kalten Ernährungsweise wird das Verdauungsfeuer runtergefahren und die Umwandlung ist behindert. Der Bauch fühlt sich kalt an, es wird nicht mehr alles an Nahrungsmitteln vertragen. Es sind Geräusche im Bauchraum zu vernehmen, ein Gluckern und Plätschern. Es entwickeln sich Nahrungsmittelallergien. "Gluten-Unverträglichkeit" ist momentan das Modewort. Die Lieblingsdiagnose vieler Ärzte und Heilpraktiker. Es mag Sinn machen, während dieser Phase einige Nahrungsmittel zu vermeiden. Grundsätzlich jedoch muss eben das Verdauungsfeuer wieder entfacht werden, damit der Prozess der Transformation wieder vom Körper vollzogen werden kann. In so einem Fall ist der Stuhlgang ungeformt, bis zu einem klebrigen Brei verkommen. Bei einem optimalen gesunden Stuhlgang benötigen wir kein Klopapier. Schon gar keine Klobürste, mit der wir auf dem blanken, feuchten Porzellan den Rest vom Stuhlgang zu entfernen haben. Das zeugt von einer Feuchtigkeit und Schleim im Gewebe. Das Gewebe, der Zwischenzellraum ist verschmiert und behindert den Energie- und Kommunikationsfluss.

Das emotionale Grundgefühl bei dieser Symptomatik.

Viel Grübeln und sich Sorgen machen. Schwankend zwischen Trägheit, Erschöpfung und Schweregefühle, bis zu: "ich habe so viel zu tun", "ich werde nicht fertig", "ich weiß nicht, wie ich das alles schaffen soll". Ebenso Morgens schwer aus dem Bett kommen und Abends endlich ins Bett gehen können und sich meistens erschlagen fühlen; zerfahren durch das Leben taumeln. Was ist nun wichtig und was ist nicht wichtig für mich?

Was können wir für eine Veränderung des Zustandes tun?

Die angezeigten Alarm- und Zustimmungspunkte behandeln, in Verbindung mit den Elementen-Punkten. Wer mit der Schichtbehandlung sollte die Yang Ming und Tai Yin in den Mittelpunkt stellen. Dieser Prozess steckt ja vor allem im halb-innen, halb-außen fest. Somit ist der Schließer des Yang zu öffnen (Yang Ming) und beim Öffner vom Yin (Tai Yin) eine Durchgängigkeit zu erreichen. Da bietet sich das Behandlungssystem der Sechs Schichten Punkte an. (Siebter Anpimomai® - Kurs).

Der scharfe heiße Kalmus (Meister des Verdauungsfeuers) der Verdauungsdrache, setzt beim pathogenen Feuer ein Gegenfeuer, brennt ein Loch in den überfütterten Verdauungsbereich und bei Kälte erwärmt er das gesamte Areal. Die Kamille (Meisterin des Vertrauens) wärmt besonders den Dünndarm auf eine sanfte Art und Weise. Der Patient weiß wieder zu unterscheiden, und findet leichter heraus was ihn wirklich stärkt. Der Fenchel erzeugt auch ein befriedigendes, warmes Bauchgefühl, so dass der Appetit gezügelt wird. Die Süßholzwurzel (Meister der Entspannung) sowie der Beifuß (Meister des Energieflusses) eliminieren gefährliche Erreger, die sich schon eingenistet haben. Wie zum Beispiel den Heliocobakter Pyloris. Den Löwenzahn (Meister der Gewebeentgiftung) bitte nicht vergessen, der ein Spezialist dafür ist, das gesamte Gewebe von Schleim und Feuchtigkeit zu reinigen. Zu guter Letzt möchte ich noch das Tausendgüldenkraut (Meister des Selbstwertgefühls) erwähnen. Für die Klarheit im Dünndarm eine Prise des Krautes und die Chancen steigen, dass der Patient sich auch wieder traut mal "Nein" zu sagen. Dass er auf sein eigenes Bauchgefühl hört und nicht so sehr auf die Stimmen von außen. Klar, wie soll das eigene Bauchgefühl funktionieren, wenn es völlig überfüllt ist, zu heiß oder zu kalt. Da können ja nur Verwirrungen und Launenhaftigkeit, gepaart mit einer undefinierbaren Unzufriedenheit herauskommen.

Quintessenz: Weniger denken, mehr handeln.

Ausscheidung

»Behalt den Kragen warm, füll nicht zu sehr den Darm«.

~ Martin Luther ~

Ist der Mensch in der Lage gewesen seine selbst aufgenommenen Stoffe umzuwandeln, gelangen sie in den Darm. Der »Darm hat Charme« von Giulia Enders (Video z.B. zu finden auf YouTube). Je besser die Umwandlung vollzogen wurde, umso leichter fällt es dem Darm, den Rest vom Schützenfest des Lebens auszuscheiden. Das Trennen-Können von unseren Altlasten ist ein unentbehrlicher und lebensnotwendiger Vorgang. Der Darm mit seinen Schließmuskeln ist eines der wenigen Handlungsorgane des Menschen. Drei Erscheinungsformen der Beeinträchtigung des Darms möchte ich besprechen.

"Verstopfung", "Durchfall" und "Verstopfung und Durchfall im Wechsel".

Die Störungen des Darms können Kreuzschmerzen im LWS Bereich und im ISG Bereich erzeugen. Da der Dickdarm mit der Lunge für die Versorgung der Haut und des Immunsystems mitverantwortlich ist, ist eine direkte Beziehung zu Gelenkhauterkrankungen zuständig. Ist der Darm nicht in der Lage genügend zu entgiften, werden die nicht so »optimal« durchbluteten Gelenkshäute als Sondermülldeponien verwendet. Damit besteht bei einer zu gesättigten Ablagerung in diesem Areal der direkte Weg in eine Entzündung, welche sich bis zu einer Polyarthritis ausweiten kann. Fernerhin besteht eine enge Wechselbeziehung zu Autoimmunerkrankungen, Allergien, Asthma und Depressionen. Der Dickdarm Alarmpunkt wird als der Knotenpunkt des Himmels bezeichnet. Ist der Darm zu belastet, steigen unklare Säfte ins Hirn und unser Blick, unsere Gedanken sind getrübt.

Dass die Ernährung eine entscheidende Rolle spielt, ist für jeden nachvollziehbar. Dass zum Beispiel das Weißmehl als Kleber wirkt und den Darm verklebt, damit wird seine Aktivität weitgehend eingeschränkt. Abgesehen davon hat die Leber und Gallenblase - das Holzelement - wieder einen richtungsweisenden Einfluss auf die Funktion des Darms. Sollte die Leber eine zu hohe Spannung besitzen, blockiert sie im Pfortaderkreislauf den Blutfluss und es kommt zum Beispiel zu Hämorrhoiden. Es wird geschätzt, dass sechzig Prozent der Deutschen an Hämorrhoiden leiden. Eine Verstopfung ist dann auch schnell erzeugt.

Eine Hitze im Darm macht sich bemerkbar durch ein Brennen und einem stinkenden Stuhlgang. Zuviel scharfe Gewürze, Alkohol und viel Fleisch, besonders gebraten und frittiert. Der Darm ist das Organ im menschlichen Körper, welches am meisten zur Hitze neigt.

Eine Kälte im Darm, was seltener vorkommt, macht sich so bemerkbar, dass nach dem Stuhlgang Schmerzen oder ein Unwohlsein auftauchen. Das geschieht dadurch, dass der schon runter gekühlte Darm beim Stuhlgang noch mehr Wärme verliert.

Durchfall und Verstopfung im Wechsel ist ein Leitsymptom für eine Leber - Qi Stagnation.

Das emotionale Grundgefühl bei dieser Symptomatik.

Diese Menschen sind keine Experten im Loslassen. Sie bleiben »zulange« an alten Zuständen, Situationen und Gewohnheiten hängen. Dadurch kommen sie nicht wirklich weiter. Sie lieben die eingefahrenen, immer wiederkehrenden schon bekannten Abläufe. Sobald sich etwas ändert, fällt es ihnen schwer, sich auf die neue Situation einzustellen. Sie fühlen sich innerlich schmutzig. Besitzen und pflegen ihre Schuldgefühle. Einige neigen zum Reinlichkeitswahn und zum Geiz. Sie glauben, das ihnen meistens Unrecht geschieht. Im Geheimen fühlen sie sich grundsätzlich eher als Versager und das ihnen die großen Gelegenheiten des Lebens vorenthalten werden. Den Anderen geht es irgendwie besser.

Was können wir tun?

Ernährung? Becken und Wirbelsäulenbehandlung. Alarm und Zustimmungspunkte lang genug behandeln.

In so einem Fall sollten bitter wirkende Kräuter mit in die Behandlungsidee einfließen. Wie Mariendistel, Erdrauch, Tausendgüldenkraut, Löwenzahn.

Um wieder Ordnung im Darm zu schaffen, ist der Faulbaum (Meister des Darms) in vielen Fällen die effizienteste Wahl. Der Faulbaum aktiviert die gesamte Durchblutung im Darmbereich und reinigt im hohen Grade das Blut. Bei Verstopfung genauso zu verwenden wie bei Hitzeerscheinungen. Grundsätzlich sind die Süßholzwurzel und der Löwenzahn noch als sanft abführende Kräuter zu nutzen. Ist die Kälte im Darm vordergründig, bietet sich Kümmel (Meister des Loslassens) an. Der Kümmel wärmt den Darm und tötet Erreger. Bei so einem Zustand ist der Faulbaum mit wenig Gramm anzuwenden.

Quintessenz: Loslassen heißt Befreiung und nicht Verlust.

Schlaf

»Die Wachen haben eine gemeinsame Welt, im Schlaf wendet sich jeder seiner eigenen zu«.

~ Heraklit von Ephesus ~

Der Schlaf, vor allem der Tiefschlaf ist das Lebenselixier des Geistes. Unser Geist braucht seine Pausen von diesem andauerndem Denken und all diesen Herausforderungen dieser Welt. »Oh Meister, wie ist es in der Hölle«. Antwort des Meisters: »Was denkst du eigentlich, wo du bist«. Wir leben in dieser Welt, sind aber nicht von ihr. Das heißt der Mensch benötigt unbedingt seine Auszeiten. Durch Meditationen und ein erfülltes Leben fällt es uns einfacher, mit den Bösartigkeiten und Wagnissen so zu leben, dass wir glücklich und im tiefen Frieden leben können. Ein tiefer Schlaf kann auch völlig ausreichend sein, so dass wir morgens erquickt aufwachen und erfrischt ins Tagewerk einsteigen. Ich halte diesen Punkt des Schlafens bewusst kurz, sonst wird dieser Text zu einem kleinen Buch.

»Schlaf ist für den Menschen, was das Aufziehen für die Uhr«.

~ Arthur Schopenhauer ~

Das emotionale Grundgefühl bei dieser Symptomatik.

»Die Menschen mit Schlafstörungen sind meistens vor Überraschungen gefeit. Ein böses Erwachen setzt immer einen guten Schlaf voraus«.

~ Willy Meurer ~

Einschlafstörungen, Durchschlafstörungen, zu wenig Schlaf, ein durch Alpträume gestörter Schlaf … um die Hauptpunkte zu nennen, an denen viele Patienten leiden. Dadurch entstehen Symptome wie sich ständig erschöpft fühlen, sich nicht gut konzentrieren können, sie erleben einen Leistungsabfall bei ihren Tätigkeiten. Weiterhin entwickeln sie nervöse Unruhezustände, Angstzustände, einige verlieren rasch ihre Geduld und neigen zu Zornes- und Wutausbrüchen.

Was können wir tun?

»Mach dir ein paar schöne Stunden – geh ins Bett«.

~ Graffito ~

Interessanterweise ist eine Behandlung aller Leitbahnen in vielen Fällen äußerst effektiv. Das Ren Mai und den Du Mai und alle Leitbahnen sanft behandeln, unter der Kontrolle der Samt- und Seidentastung. Es entsteht ein individuelles Gleichgewicht im Energiefluss.

Die Entspannungsbehandlung die wir im dritten Anpimomai® - Kurs lehren, ist ein weiteres Behandlungswerkzeug um den Patienten zum Schlafen vorzubereiten. Mit den Punkten senken wir das hochschlagende Yang aus der Leber und Gallenblase und stärken und beruhigen das Herz. Wir öffnen einige Himmelsfensterpunkte die dem Patienten tiefere Einsichten in sein Leben, in seine Fähigkeiten gewähren, so dass oftmalig sein Gleichgewicht wieder hergestellt wird. Eventuell sollten die Behandlungen in kurzen Abständen wiederholt werden. So können sie immer mehr Kraft und Ruhe kreieren und fangen an ihr Leben umzugestalten.

Bei Kälte, selbstverständlich das Moxen nutzen. Ansteigende warme Fußbäder empfehlen. Obendrein den gesunden Menschenverstand benutzen.

Eine Patientin, die unter Schlaflosigkeit litt, die aber genau genommen ihr Leben gut im Griff hatte, brauchte nur eine kleine Änderung in einer Ernährungsgewohnheit vorzunehmen. Sie trank zu viel Schwarztee, vor allem am Abend. Als sie damit aufhörte, konnte sie ohne Probleme tief schlafen. Da besteht die Kunst des Heilens darin, diese Zusammenhänge zu erkennen. Ich hatte schon Patienten die täglich zwei Kannen Kaffee tranken. Oh, ich kann nicht schlafen.

Thema Ernährung:

»Bei genügsamer Kost wird die Nachtruhe nicht verkürzt«.

~ Demokrit ~

Der Weißdorn (Meisterin des Herzens) stärkt und beruhigt dadurch das Herz. Egal ob es sich um einen hohen oder niederen Blutdruck handelt. Weiterhin ist es Baldrian (Meister des Gehirns) der das Nervensystem so aktiviert, das es wieder beruhigt seine Aufgaben erfüllen kann. Weiterhin Kräuter, die wiederum die Leber und Gallenblase entspannen. Abschließen möchte ich die Ausführungen mit der Mistel (Meister der Allheilung). Was wollen wir denn noch mehr.

Glück auf und viel Erfolg bei euren Behandlungen.

Quintessenz: Lebe dein Leben

Giftecke

Auf die Giftecke verzichte ich diesmal!

Kräuterrezepturen

Mundgeruch

Appetit zu wenig

Appetit zu viel


Schluckauf

Sodbrennen

Übelkeit latent


Verdauungsprobleme

Blähungen

Verdauungsprobleme mit Verstopfung


Weicher klebriger Stuhl

Hämorrhoiden


Viel Arbeiten und schlechter Schlaf

Durchschlafstörung

Einschlafstörung


Durchfall und Verstopfung im Wechsel (Holz Element im Vordergrund)

Durchfall und Verstopfung im Wechsel (Holz und Erde)


Schlaf unruhig

Schlafstörung


Schlaflosigkeit allgemein - Disharmoniemuster:

  • Loderndes-Herz-Feuer
  • Schleim-Feuer des Herzens
  • Magen-Hitze
  • Loderndes Leber-Feuer
  • Leere der Gallenblase
  • Feuchte Hitze der Leber und Gallenblase

Gemeinsame Punkte:

Ma 12; Ks 07; Ma 20; Bl 14; Bl 15; Bl 16; Bl 48; Di 05; Dü 01: Dü 08; Gbl 26; Gbl 40; um ein paar Ideen zu bekommen.

Witze und Aphorismen

»A....kriecher sind so schwer auszumerzen, weil sie jeder gesunden Verdauung entgehen«.

~ Martin Gerhard Reisenberg ~

»Das Auge isst mit, nur mit der Verdauung hapert es hin und wieder«.

~ Helga Schäferling ~

Ausscheidung

Ein Fremder wurde im Flugzeug neben ein kleines Mädchen gesetzt. Der Fremde wandte sich ihr zu und sagte: »Reden wir ein wenig, ich habe gehört, dass Flüge schneller vorübergehen, wenn man mit einem Mitpassagier redet«. Das kleine Mädchen, welches eben ihr Buch geöffnet hatte, schloss es langsam und sagte zum Fremden: »Über was möchten Sie reden«? »Oh, ich weiß nicht«, antwortete der Fremde, »wie wäre es über Atomstrom«? »OK«, sagte sie, »dies wäre ein interessantes Thema. Aber erlauben Sie mir zuerst eine Frage. Ein Pferd, eine Kuh und ein Reh essen alle dasselbe Zeug, nämlich Gras. Aber das Reh scheidet kleine Kügelchen aus, die Kuh einen flachen Fladen, und das Pferd produziert Klumpen getrocknetes Gras. Warum, denken Sie, ist das so«? Der Fremde denkt darüber nach und sagt dann: »Nun, ich habe keine Ahnung«. Darauf antwortet das kleine Mädchen: »Fühlen Sie sich wirklich kompetent über Atomstrom zu reden, wenn Sie nicht einmal über Scheiße Bescheid wissen«?

Bewegung im Darm

Der Furz ist ein Luftdruck, der sich durch die Därme schwingt, in der Arschkurve sein Liedchen singt, und stinkend in das Freie dringt.

Tagesbeginn

Anlässlich seines 95. Geburtstags wird ein greiser Herr im Altersheim für einen Bericht in der Lokalzeitung interviewt:

Reporter: »Wie fühlen Sie sich in Ihrem Alter und in dieser Umgebung«?

Greis: »Danke, sehr gut«.

Reporter: »Wie sieht denn hier Ihr Tagesablauf aus«?

Greis: »Morgens erst einmal Pissen!«

Reporter: »Und? Keine Probleme?«

Greis: »Ach wo! Harter Strahl, kein Brennen, gesunde Farbe!«

Reporter: »Und dann?«

Greis: »Stuhlgang!«

Reporter: »Irgendwelche Beschwerden?«

Greis: »Keine Spur - ausreichender Druck, kein Blut, ganz normale Darmentleerung.«

Reporter: »Wie geht es weiter«?

Greis: »Nun ja, dann stehe ich auf«.

Fleischesser

Ein Kannibale kommt eines Morgens völlig geknickt zu seinem Medizinmann: »Es ist fürchterlich, aber ich leide unter ständiger Darmträgheit«! - »Das ist nicht weiter verwunderlich. Du solltest nicht so viele Beamte futtern«!

Aphorismen

»Es ist sinnlos eine Sache überschlafen zu wollen, wenn sie ihm bereits den Schlaf raubt«.

~ Ernst Ferstl ~

»Das sollte uns zu denken geben: Schlaf heißt rückwärts gelesen« »falsch«.

~ Peter E. Schumacher ~

»Sei glücklich, dass du meinetwegen nicht schlafen kannst. Weit schlimmer, wenn man nur noch schlafen will«

~ Elmar Kupke ~

Gebet auf fröhliche Weise

Schenke mir eine gute Verdauung, Herr,

und auch etwas zum Verdauen.

Schenke mir Gesundheit des Leibes mit dem nötigen Sinn dafür,

ihn möglichst gut zu erhalten.

Schenke mir eine heilige Seele, Herr,

die im Auge behält, was gut und rein ist,

damit sie sich nicht einschüchtern lässt vom Bösen,

sondern Mittel findet, die Dinge in Ordnung zu bringen.

Schenke mir eine Seele, der die Langeweile fremd ist,

die kein Murren kennt und kein Seufzen und Klagen,

und lasse nicht zu, dass ich mir allzu viel

Sorgen mache, um dieses sich breitmachende

Etwas, das sich »Ich« nennt.

Herr, schenke mir Sinn für Humor.

Gib mir die Gnade, einen Scherz zu verstehen,

damit ich ein wenig Glück kenne im Leben

und anderen davon mitteile.

(Chester Cathedral Refectory Prayer)

~ Thomas Henry Basil Webb ~


bild: wolfgang schröder schroeder
Wolfgang Schröder

So, das war es erst einmal für heute.

 

Ich wünsche euch eine gute Zeit, schöne Erfolge in euren Behandlungen und freue mich darauf, euch bald wieder zu sehen.

 

Mit lieben Grüßen

Wolfgang


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